Intrapreneurship-Verhalten an kaufmännischen Arbeitsplätzen - Analysen von Projektberichten
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Abstract
"Unumkehrbare Änderungen im sozialen und ökonomischen Bereich erfordern zu ihrer Bewältigung neue Fähigkeiten, die international auch als '21st Century Skills' bezeichnet werden. Dabei ist Intrapreneurship (IP)-Verhalten eine dieser zentralen Fähigkeiten. Aus diesem Grund wurde Intrapreneurship als Ziel- und Inhaltsbereich explizit in die Lehrpläne der deutschen kaufmännischen Ausbildung eingeführt. Um nach 10 Jahren fragen zu können, ob es gelungen ist, Intrapreneurship (IP)-Verhalten angemessen zu entwickeln, geht es in diesem Beitrag in einem ersten Schritt um die Modellierung und Validierung eines IP-Kompetenzmodells. Die Modellierung erfolgt theorie- und curriculumgeleitet. Die Validierung erfolgt mittels ex post-Analyse der für die Abschlussprüfung einzureichenden Projektberichte von Industriekaufleuten (N=205). Basis bildet eine querschnittliche ad-hoc Stichprobe. Zur Datengewinnung wurden diese 'Alltags'-Assessments entsprechend des in ihnen zu identifizierenden Gehalts von Intrapreneurship-Verhalten kategorisiert. Die Daten wurden inhaltsanalytisch aufgearbeitet, Rasch-skaliert und varianzanalytisch untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass wir unser theoretisches Kompetenzmodell anhand der empirischen Daten validieren konnten. Zudem zeigt sich, dass es möglich ist, im Rahmen der kaufmännischen Berufsausbildung ein Intrapreneurship-Verhalten an kaufmännischen Arbeitsplätzen zu entwickeln. Die Ergebnisse bieten eine solide Basis sowohl für ein 'model-based measurement' als auch für ein 'evidence-based teaching'." (Autorenreferat, BIBB-Doku)