Die doppelte demografischer Herausforderung : zukünftige Pflegebedürftigkeit und verfügbares Pflegepersonal in den Arbeitsmarktregionen

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"Zwischen 2011 und 2021 hat sich die Zahl der Pflegebedürftigen nahezu verdoppelt. Neuere Zahlen aus der Pflegestatistik 2023 zeigen, dass sich dieser Trend weiter fortgesetzt und sich die Zahl der Pflegebedürftigen zwischen 2021 und 2023 um 15 Prozent weiter erhöht. Nicht zuletzt deshalb zählten Pflegefachkräfte im Jahr 2023 zur Berufsgruppe mit dem zweitstärksten Fachkräfteengpass bundesweit. Im Bereich der Altenpflege wirkt sich der demografische Wandel gleichzeitig auf den Arbeitskräftebedarf und das Arbeitskräfteangebot aus. Einerseits steigt der Bedarf nach Pflegekräften durch die alternde Bevölkerung bei konstanten Personalschlüsseln und stabiler Arbeitsproduktivität weiter an. Andererseits wird das Erwerbspersonenpotenzial durch die abnehmende Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter zukünftig sinken. Unter Fortschreibung aktueller Trends und Verhaltensweisen, wird das Arbeitskräfteangebot in der Altenpflege im Jahr 2040 selbst rein rechnerisch nicht ausreichen, um die Zahl der Arbeitsplätze in diesem Bereich bundesweit zu. Arbeitskräfteengpässe in den Pflegeberufen können regional jedoch unterschiedlich hoch ausfallen, da sich auch die demografische Entwicklung regional unterscheidet. Der vorliegende Beitrag, der im Rahmen des QuBe-Projekts entstanden ist, vergleicht die Entwicklung der Zahl der Pflegebedürftigen mit der Entwicklung des Arbeitskräfteangebots in den nichtmedizinischen Gesundheitsberufen in 34 Arbeitsmarktregionen für das Jahr 2040. Neben der jeweiligen Bevölkerungsstruktur spielen Faktoren wie Bildungs- und Berufswahl sowie Arbeitsmarktpartizipation und -mobilität eine entscheidende Rolle für die Entwicklung des regionalen Arbeitskräfteangebots. Sollte es den Regionen nicht gelingen, eine ausreichende Zahl an Pflegekräften zu rekrutieren und im Beruf zu halten, könnte dies einen höheren Bedarf familiärer Versorgung nach sich ziehen und dadurch Ressourcen binden, die ebenfalls auf dem Arbeitsmarkt benötigt würden." (Textauszug, BIBB-Doku)

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