Inter- und intra-institutionelle Zusammenarbeit bei der Gestaltung arbeitsprozessbezogener Lernsituationen
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Abstract
Im Hamburger Modellversuch "FöraK - Förderung arbeitsprozessbezogener Kompetenzen an den Lernorten Berufsschule und Betrieb"( Ein Modellversuch aus dem BLK-Programm "Kooperation der Lernorte in der beruflichen Bildung", gefördert mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der Behörde für Bildung und Sport der Freien und Hansestadt Hamburg. Weitere Informationen unter www.ibw.uni-hamburg.de/foerak. ) lernen angehende Industriemechaniker/-innen der Fachrichtung Betriebstechnik und Technische Zeichner/-innen gemeinsam und lernortübergreifend an einer komplexen Arbeitsaufgabe. Die Industriemechaniker (IM) absolvieren eine dreieinhalbjährige Ausbildung im dualen Berufsbildungssystem, während die Technischen Zeichner (TZ) über zwei Jahre in Vollzeitform die Berufsfachschule besuchen. Die Aufgabe wird an der Gewerbeschule 17 in Hamburg-Wilhelmsburg sowie in mehreren kooperierenden Ausbildungsbetrieben durchgeführt. Am Modellversuch waren die folgenden in Hamburg ansässigen Unternehmen beteiligt: DaimlerChrysler, Deutsche Extraktkaffee GmbH, Deutsche Shell GmbH, Holborn Europa Raffinerie, Ispat Hamburger Stahlwerke, Phoenix AG - Conseo GmbH, Strom- und Hafenbau. Damit arbeiten im Projekt Ausbilder der Ausbildungsbetriebe der Industriemechaniker sowie die Lehrer der Berufsschule und der Berufsfachschule eng zusammen. Die Akteure kooperieren somit auf unterschiedlichen Ebenen: auf inter-institutioneller Ebene zwischen Gewerbeschule und Ausbildungsbetrieben und auf intra-institutioneller Ebene zwischen der Berufsschule und der Berufsfachschule als zwei Schulzweige einer Gewerbeschule, die dort separaten Abteilungen zugeordnet sind und bisher nicht zusammengearbeitet hatten. Die Kernidee der Kooperationsmaßnahme liegt darin, die Praxisbezüge zweier Bildungsgänge zu intensivieren, indem diese an beruflichen Arbeitsprozessen ausgerichtet werden. Die im Zentrum des Projekts stehende Arbeitsaufgabe orientiert sich an charakteristischen Arbeitsprozessen der beiden Berufe, statt - wie bisher üblich - an den Fachsystematiken. Diese didaktische Neuorientierung bot einen Anlass, die bisherigen Abteilungs- und Lernortgrenzen zu überwinden und eine inter- und intra-institutionelle Zusammenarbeit in der beruflichen Bildung im Hamburger Modellversuch FöraK einzuleiten. Die diesem Ansatz zugrunde liegende Konzeption und erste Erfahrungen damit werden im folgenden Praxisbeitrag dargestellt. (Autorenreferat)