T Levels als Kern eines neuen Qualifikationssystems in England: Hintergründe, Implementierung und Einordnung
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781162
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Abstract
“Wie kann die berufliche Bildung attraktiver für Jugendliche und relevanter für Unternehmen gestaltet werden? Wie kann von staatlicher Seite erreicht werden, dass sich Betriebe stärker und kontinuierlicher in der beruflichen Bildung engagieren? Dies sind Fragen, die von allen englischen Regierungen in den letzten 20 Jahren aufgegriffen wurden. Daraus ergaben sich an verschiedenen Punkten z. T. umfangreiche, von staatlicher Seite initiierte Reformprozessen im Bereich der Bildungsangebote am Übergang zwischen Schulbildung und Arbeitswelt. Dieser Beitrag analysiert und diskutiert den seit 2016 laufenden Prozess der Entwicklung und Implementierung von sogenannten T Levels, durch die das beruflich orientierte Bildungs- und Qualifikationsangebot für Jugendliche eine Aufwertung erfahren soll. In einem ersten Schritt werden die bildungspolitischen Hintergründe der damit angestoßenen Reform dargestellt. Darauf aufbauend werden die ordnungspolitischen Grundlagen sowie die Struktur der neuen Bildungsangebote beleuchtet. Die Analyse kommt zu dem Schluss, dass nicht zu erwarten ist, dass alle mit der Einführung von T Levels verbundenen Ziele vollständig erreicht werden können. Dieser Befund beruht u. a. auf dem Vergleich der laufenden Reformprozesse mit früheren, ähnlich gelagerten Versuchen, von politischer Seite ein stärker von betrieblicher Seite getragenes Qualifizierungssystem zu etablieren. Die Suche nach Antworten auf die Ausgangsfragen wird im englischen Kontext also weitergehen." (Autorenreferat; BIBB-Doku)