Erkenntnistheoretische Überzeugungen im Bezugsfeld von theoretisch-systematischem Wissen und Erfahrungswissen
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172354
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Abstract
"Im Beitrag werden subjektive Theorien zu den Bereichen des Wissens und des Wissenserwerbs im Konstrukt der epistemologischen Überzeugungen aus der Perspektive der Kompetenzforschung thematisiert. Da epistemologische Überzeugungen handlungsleitende und -steuernde Funktion besitzen, wird ihnen bei der Entwicklung von Kompetenzen im Spannungsfeld theoretisch-systematischen Wissens und Erfahrungswissens eine erhebliche Bedeutung beigemessen. Dabei geht der Autor davon aus, dass sich bei der Kompetenzerfassung feststellbare Leistungsunterschiede zu einem großen Anteil durch unterschiedliche epistemologische Überzeugungen von Auszubildenden erklären lassen. Die empirischen Ergebnisse der Studien von Zinn belegen, dass Auszubildende mit elaborierten epistemologischen Überzeugungen insbesondere bei komplexen Aufgabenstellungen bessere Lernstrategien nutzen, selbstgesteuerter lernen und vor allem aus individueller Überzeugung heraus danach trachten, theoretisch-systematische Wissenselemente mit ihren Erfahrungen in Übereinstimmung zu bringen. Für die berufliche Bildung stellt sich die Frage, wie sich kohärente Überzeugungen, bestehend aus verschiedenen Wissens- und Erfahrungsformen, in der Ausbildung entwickeln lassen, um jene Effekte zu erzeugen." (Hrsg., BIBB-Doku)