„Ich würde jetzt trotzdem nicht sagen : Ich mache jetzt Berufsschullehramt“ – ein kulturanalytischer Zugang zur Wirkmächtigkeit historischer Differenzordnungen in Berufs- und Studienwahlprozessen
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781094
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Abstract
„Es wird ein kulturanalytischer Zugang zum Phänomen des Lehrkräftemangels im berufsbildenden Lehramt mit gewerblich-technischer Ausrichtung vorgestellt, der Berufswahlprozesse als Subjektivierung im Kontext historisch situierter, mit Differenzordnungen verwobener Professionskulturen konzeptualisiert. Anhand von Äußerungen aus Online-Gruppendiskussionen aus einem Forschungsprojekt wird exemplarisch gezeigt, wie im Sprechen Studierender über ein Studium des berufsbildenden Lehramts (Nicht-)Passungsverhältnisse zwischen Selbst und Beruf diskursiv erzeugt und dabei Differenzierungen wirkmächtig werden, die mit Geschlechter- und anderen Differenzordnungen verknüpft sind und sich als kulturelle Barrieren erweisen. Mit dem analytischen Fokus auf die diskursiven Modi der Herstellung von (Nicht-)Passungskonstruktionen kann zudem herausgearbeitet werden, wie im Sprechen historisch situierte Differenzordnungen aufgerufen, wiederholt und (neu) geordnet werden.“ (Autorenreferat; BIBB-Doku)