Betriebsbezogene moralische Urteile von Auszubildenden im Versicherungswesen : persönlichkeitsspezifisch oder situationsspezifisch?

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Bisher gibt es keine eindeutigen Aussagen darüber, ob moralisches Urteilen und Handeln eher als persönlichkeits- oder als situationsspezifisch betrachtet werden muss. Mit der Längsschnittstudie "Die Entwicklung der moralischen Urteilskompetenz in der kaufmännischen Erstausbildung - Zur Analyse der Segmentierungsthese" soll ein Beitrag dazu geleistet werden, diese Frage nach der Abhängigkeit des moralischen Urteils von Person bzw. Situation einer weiteren Klärung zuzuführen. Dazu wird der Stand der moralischen Urteilskompetenz angehender Versicherungskaufleute vor, während und nach ihrer Berufsausbildung in Abhängigkeit von der in dieser Lebensphase relevanten Lebensbereiche Familie, Freundeskreis und Beruf erhoben. Es werden erste Ergebnisse vorgestellt. Sie beziehen sich auf moralische Urteile der Auszubildenden zu Konfliktsituationen aus ihrem betrieblichen Umfeld und greifen die Frage nach der Bedeutung von personalen und situationalen Determinanten der Urteilsbildung auf. Im Mittelpunkt der Ergebnispräsentation steht das Problem, ob die Auszubildenden den beruflichen Lebensbereich unter moralischer Perspektive als homogen oder heterogen erleben, ob sie zwei moralische Konfliktsituationen aus dem betrieblichen Kontext nach den gleichen oder nach unterschiedlichen moralischen Prinzipien beurteilen. Einleitend wird die Kohlberg-Theorie der Entwicklung moralischer Urteilskompetenz erläutert. (BIBB2)

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