Kompetenzentwicklung und Innovation
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Abstract
Die Zusammenhänge von Kompetenz, Kompetenzentwicklung und Innovation sind weitgehend intransparent. Innovationen kommen trotz gewaltiger Wissensvermittlungsanstrengungen nicht voran. Die wenigen empirischen Befunde zum Nutzen von Weiterbildung weisen auf mangelnde Verwertungsmöglichkeiten hin. Im Rahmen des Forschungs- und Entwicklungsprogramms "Kompetenzentwicklung für den wirtschaftlichen Wandel - Strukturveränderungen betrieblicher Weiterbildung", das Ende 2000 abgeschlossen wurde, hat das Institut für angewandte Innovationsforschung, Bochum (IAI), die Wechselwirkungen zwischen individueller Kompetenzentwicklung und Organisations- , Unternehmens- und Regionalentwicklung untersucht. Die Ergebnisse machen deutlich, dass Kompetenzentwicklung kein Anpassungsproblem ist, indem fehlende Kompetenzen beliebig prognostiziert und anschliessend vermittelt werden können, sondern einem komplexen Umbau bestehender Systemkompetenzarchitekturen gleichkommt. "Innovation erfordert eine andere Lernkultur, die sich nicht auf die verkrusteten Wissensvermittlungsinstitutionen von gestern" verlässt, sondern auf die reale Problematik von Strukturwandel eingeht. Die Umsetzung einer neuen Lernkultur im Betrieb verlangt Methoden der integrierten Kompetenz-, Organisations- und Unternehmensvermittlung, aber auch rigide Verfahren der Steuerung und Kontrolle der Entwicklungsmassnahmen und des Innovationsprozesses. Die künstliche Trennung individueller Lernwelten von betrieblichen Entwicklungen müsse aufgehoben werden. (BIBB2)