Internationaler Vergleich der Bildungssysteme : Heikel, aber sinnvoll

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"Bildungssysteme können sowohl bezüglich ihrer Strukturen und Prozesse als auch ihrer Leistungen (Output) und ihrer Wirkung (Outcomes) verglichen werden. Trotz aller Anstrengungen zur Harmonisierung auf internationaler und supranationaler Ebene ist Bildung immer noch ein Politikbereich mit ausgeprägter nationaler Bestimmungsmacht und nationalen Eigenheiten. Dies macht eine komparative Sicht auf Bildungssysteme zwar lohnenswert und spannend, aber auch sehr schwierig. Die Schweiz gehört zu jenen Ländern, in denen ein ausgeprägter Bildungsföderalismus besteht. Bezüglich des Aufbaus und der Strukturen sticht das schweizerische Bildungswesen vor allem durch vier Eigenheiten heraus: eine relativ geringe Verbreitung frühkindlicher Förderung, eine relativ frühe Zuweisung der Schülerinnen und Schüler zu Leistungsstufen, eine starke Stellung der betrieblich basierten Berufsbildung auf der Sekundarstufe II und als Gegenstück eine relativ tiefe gymnasiale Maturitätsquote mit dem Ergebnis eines relativ tiefen Anteils an Studierenden an Universitäten. Bezüglich der Prozesse reiht sich die Schweiz in die Gruppe jener Länder ein, deren ausgeprägter Bildungsföderalismus Ländervergleiche zusätzlich erschwert. Da viele Eigenschaften und Leistungen des Systems lokal determiniert werden, können nationale Durchschnitte aber das wahre Bild erheblich verfälschen." Der Beitrag geht auf die Fragen der Vergleichbarkeit bezüglich der Effektivität und der Wirkungen von Bildungssystemen ein. (Textauszug; BIBB-Doku)

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