Studiennachfrage, Absolventenverbleib und Fachkräftediskurs - Wohin steuert die Hochschulentwicklung in Deutschland?
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Abstract
"Das Wachstum das Hochschulsystems, insbesondere die expandierende Studiennachfrage und die zunehmende Beteiligung an Hochschulbildung, waren immer wieder von Befürchtungen und Behauptungen begleitet, dass diese Entwicklung nicht bedarfsgerecht sei und nur zu vermehrten Beschäftigungsproblemen von Hochschulabsolventen führe. In Deutschland hat sich in den letzten Jahren ein bildungspolitischer Konsens ausgebildet, die Zahl und den altersbezogenen Anteil der Studienanfänger zu erhöhen. Begründet wird dies in der Regel mit dem zunehmenden Fachkräftebedarf, insbesondere im Bereich hochqualifizierter Arbeitskräfte. Die in den letzten Jahren sprunghaft gestiegene Studienanfängerzahl geht dabei schon weit über die ursprünglichen Zielzahlen hinaus. Dies führt zu der Frage, wie sich in den letzten Jahren die Übergänge in den Beruf und der berufliche Verbleib von Hochschulabsolventen verändert haben und ob es Anzeichen (und ggf. welche) dafür gibt, dass mit dem Wachstum ein downgrading in den Beschäftigungschancen und -bedingungen der jüngeren Alterskohorten einherging." Der Beitrag stellt (1.) die aktuelle Entwicklung der Studiennachfrage in Deutschland dar, gibt (2.) einen Überblick über zentrale Ergebnisse aus der empirischen Forschung zum beruflichen Verbleib von Hochschulabsolventen und stellt (3.) diese Problematik in den Kontext des aktuellen Fachkräftediskurses. (Textauszug, BIBB-Doku)