Bildungsträger in der Wissensgesellschaft : Modellversuch (FKZ D 2602.00) und wissenschaftliche Begleitung des Modellversuchs " Bildungsträger in der Wissensgesellschaft" (FKZ D 2602.00+B). Abschlussbericht
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Nürnberg
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Abstract
Der Weiterbildungsmarkt ist aktuell in starkem Umbruch begriffen, finanziell durch den extremen Rückgang arbeitsmarktnaher und öffentlich geförderter Weiterbildung, inhaltlich durch zunehmende Bedürfnisse der Kunden nach verbesserter Ausrichtung der Angebote und Produkte an der betrieblichen Anwendungssituation. Die Segmentierung der Lernbereiche macht es heute schwierig, noch ein einheitliches Weiterbildungssystem zu identifizieren, wo Funktionsvielfalt, Anbieterpluralismus und eine vielfache Überschneidung von privaten und staatlichen Mittelströmen vorherrschen. In diesem Modellversuch, der auch umfassend wissenschaftlich evaluiert wurde, wurden verschiedene Produktschulungen von Weiterbildungsanbietern durchgeführt, wobei erkennbar wurde, dass heute auch von den Anbietern viel mehr Wert auf eine Vorbereitung gelegt wird, in die die Teilnehmer schon eingebunden werden, was deren Motivation in der Durchführung deutlich erhöht, was auch neue, höhere Ansprüche an das Bildungspersonal stellt, das sich darauf durch spezielle Qualifizierung noch einstellen muss. Es hat ein umfassender Wandel von Standardangeboten, vorzugsweise über Seminare, hin zu zielgruppengenauer Planung und so bedarfsgenauer Durchführung wie möglich stattgefunden. Solche maßgeschneiderten Angebote sind nicht zwangsläufig teurer als Standardangebote. Vielfach werden Selbstlernzentren eingerichtet, in denen die Teilnehmer ohne Einbindung in Kurse sich selbst fortbilden. Auch hier wird der Dozent zum Bildungsmanager. (BIBB)