Keine Sonderberufe für Benachteiligte schaffen : Differenzierungsmöglichkeiten in der dualen Berufsausbildung nutzen
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Abstract
"Unter dem Gesichtspunkt der Modularisierung wird zur Zeit eine Diskussion neu belebt, die bereits in den 80er Jahren geführt wurde. Es ist der Streit um die Frage, ob die Berufseinstiegsprobleme von benachteiligten Jugendlichen nicht durch besondere Ausbildungsberufe für diesen Personenkreis, durch einfachere, sogenannte theoriegeminderte und/oder zeitlich verkürzte Ausbildungsgänge gelöst werden könnten. Denjenigen, die Sonderberufe ablehnen, wird oft Dogmatismus vorgeworfen. Es sind jedoch gute Gründe, die für das Festhalten an vollwertigen und bundeseinheitlichen Ausbildungsabschlüssen sprechen. Gleichwohl muss es eine Antwort auf die Frage "alles oder nichts" für diejenigen Jugendlichen geben, die trotz bester Förderung diesen Ausbildungsabschluss nicht schaffen. Diese Antwort kann aber nicht in Sonderberufen liegen, wohl aber in einem neuartigen, zusätzlichen Zertifizierungsverfahren auf der Ebene von Berufsbildpositionen unter Beibehaltung des deutschen Berufskonzepts und der Abschlussprüfung vor der zuständigen Stelle/Kammer." (Autorenreferat, IAB-Doku)