Kompetenzentwicklung im interkulturellen betrieblichen Kontext
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Abstract
Der Beitrag geht von der Annahme aus, dass der Erfolg von Kompetenzentwicklungsprozessen auch davon abhängt, ob und wenn ja, wie Störeffekte, die in kulturellen Überschneidungssituationen auftreten können, berücksichtigt werden. Anhand eigener empirischer Arbeiten wird untersucht, inwiefern betriebliche Bildungsprozesse von kulturellen Einflüssen tangiert sind, insbesondere bei betrieblichen Trainings. Tendenziell zeigt sich, dass die kulturellen Komponenten im Hintergrundbewusstsein verankert sind und dieser Effekt in den Trainingskonzeptionen sichtbar wird. Lernbegleitung ist bspw. Teilnehmern aus Indien und China fremd und kann daher als Schwäche des Trainers ausgelegt werden, ebenso unüblich sind Interaktion von Teilnehmer und Trainer. Erste Befunde lassen den Schluss zu, dass ein erfolgreiches Training kulturspezifische Anschlußstellen im Hintergrundbewusstsein berücksichtigen muss. Insgesamt wird damit die Vermutung bestätigt, dass der Erfolg von Trainings in interkulturellen betrieblichen Kontexten zu einem maßgeblichen Anteil von nichttechnischen Einflussfaktoren abhängig ist. (BIBB-Doku)