Zur Frage der Bereichsspezifität in der Wirkung moralischer Urteilsbedingungen
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13378
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Mainz
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Abstract
Der Nachweis einer "segmentierten Bereichsmoral" steht im Mittelpunkt einer von der DFG geförderten Längsschnittuntersuchung mit dem Titel "Die Entwicklung moralischer Urteilskompetenz in der kaufmännischen Erstausbildung", die seit 1994 am Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik der Universität Mainz durchgeführt wird. Der Untersuchung liegt die Annahme zugrunde, "dass das Niveau der moralischen Urteilsbildung mit der Umgebung verknüpft ist, für die und innerhalb der sie erfolgt." In dem vorliegenden Bericht wird in einem ersten Zugriff auf die erhobenen Daten - befragt wurden Auszubildende der Versicherungsbranche über einen Gesamtzeitraum von 6 Jahren - der Zusammenhang zwischen Entwicklungsbedingungen und Moralentwicklung geprüft. Es geht um die Frage, ob die Entwicklung der moralischen Urteilskompetenzen vorhergesagt werden kann aus den Charakteristika jener Milieus, die nach LEMPERT dafür bedeutsam sind, d.h. gibt es einen Zusammenhang zwischen betrieblichem und berufsschulischem Milieu einerseits und der Entwicklungsbewegung der im betrieblichen Kontext gezeigten moralischen Urteilskompetenz andererseits. Gibt es Querverbindungen zu den Milieus/ Entwicklungsbedingungen in anderen Lebensbereichen? Das Untersuchungsdesign und die Befunde werden dargestellt und Schlussfolgerungen hinsichtlich des weiteren Vorgehens bei der Datenanalyse gezogen. (BIBB2)