Zur Diskussion über die Konvergenz ökonomischer und pädagogischer Prinzipien betrieblicher Personal- und Organisationsentwicklung
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Abstract
"Die These von der Konvergenz ökonomischer und pädagogischer Prinzipien betrieblicher Personal- und Organisationsentwicklung findet in der Erziehungswissenschaft einflussreiche Verfechter. In dem Beitrag werden vier Kritikpunkte zum Literaturstand bezüglich der Konvergenzdebatte entwickelt und näher erläutert und anschließend ein theoretisches Konzept vorgestellt, das die Schwächen der kritisierten Ansätze vermeidet und einen empirischen Zugang eröffnet. Die individuelle Kompetenzentwicklung der Beschäftigten wird als Voraussetzung dafür gesehen, daß dem Betrieb ein umfangreiches Kompetenzspektrum zur Verfügung steht. Damit der Betrieb dieses Kompetenzspektrum nutzen kann, müssen Bedingungen gegeben sein, unter denen die Beschäftigten einen Nutzen in der Anwendung ihrer Kompetenz sehen. Sind diese gegeben, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für eine dauerhafte Leistungskraft des Betriebes, was wiederum Voraussetzung dafür ist, daß Beschäftigte im Rahmen ihrer Arbeit individuelle Kompetenz entwickeln und anwenden können. Die Tragweite dieses Ansatzes besteht darin, daß eine Operationalisierung von Konvergenzbedingungen über neuere Theorien aus der Lehr-Lern-Forschung möglich wird." (Autorenreferat)