Zum Naturverständnis in berufsbezogenen Curricula gewerblich- technischer Berufsbildung
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Abstract
"Der vorliegende Aufsatz stellt eine Zusammenfassung der Ergebnisse einer Untersuchung zum Naturverständnis in der gewerblich- technischen Berufsbildung dar. Der Autor geht davon aus, dass die gegenwärtige Krise der Industriegesellschaft in ihrem Verhältnis zur Natur ihren geistigen Ursprung in der Entstehung der modernen Naturwissenschaften im 16. Jahrhundert hat. Seither wird ein reduktionistisches Naturbild in der Qualifizierung zur Arbeit durchgesetzt, das einem quantitativ- mechanistischen Denkmodell unter Vernachlässigung aller qualitativen Aspekte von Natur folgt. Die Hauptthese der Untersuchung lautet, in der beruflichen Bildung werde dieses reduktionistische Naturbild vermittelt, wodurch das Denken der Auszubildenden auf die blosse Organisation der Materie bzw. der Natur reduziert wird. Empirisch belegt der Autor diese These anhand einer differenzierten Curriculumanalyse ausgewählter Lehrpläne für die gewerblich-technische Berufsbildung. Die Ergebnisse der Analyse führen folgerichtig zu einem neuen bildungstheoretischen Ansatz einer "naturgemässen" Berufsbildung." (Autorenreferat)