Wenn Ausbildungsbetriebe Geschlecht auswählen : geschlechtsspezifische Lehrlingsselektion am Beispiel des Autogewerbes
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Abstract
"Für die Schweiz mangelt es bisher an Studien, welche die Rolle der Ausbildungsbetriebe bei der Reproduktion der Geschlechtersegregation auf dem Ausbildungsmarkt untersucht haben. Der vorliegende Beitrag setzt bei dieser Forschungslücke an und analysiert exemplarisch am Beispiel des Autoreparatur- und Karaosseriegewerbes die Bedeutung des Geschlechts bei der Auswahl von Auszubildenden." Ausgewählt wurde diese Branche mit den hier untersuchten Ausbildungsberufen Automonteur/in, Automechaniker/in und Autolackierer/in zum einen deshalb, weil sie stark männerdominiert ist. Zum anderen werden diese Ausbildungsberufe typischerweise in Klein- und Mittelbetrieben ausgebildet. "Ziel dieses Beitrags ist es, die Bedeutung des Geschlechts bei der Vergabe von Ausbildungsplätzen aus betrieblicher Perspektive theoretisch und empirisch zu klären. Aufgrund welcher betrieblichen Motive wird das Bewerbermerkmal Geschlecht bei der Auswahl von Auszubildenden bedeutsam? Inwiefern fördert die Ausbildungsplatzvergabe des Auto- und Karosseriegewerbes die Geschlechtstypik dieser Branche?" Um Antworten auf diese Fragen zu finden wurde auf ein konventionssoziologisches Modell der Ausbildungsplatzvergabe zurückgegriffen. Datengrundlage bilden 27 Klein- und Mittelbetriebe des Autoreparatur- und Karosseriegewerbes in der Deutschschweiz. Die Resultate legen nahe, dass eine Förderung geschlechteratypischer Berufsaspirationen nicht genügt, um den Zugang junger Frauen zu männertypischen Berufen zu begünstigen, sondern dass die betriebliche Selektionsprozesse ebenfalls in den Blick genommen werden müssen. (Autorenreferat, BIBB-Doku)
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Beim verlinkten Volltext handelt es sich um die akzeptierte Manuskriptfassung, nicht um die Original-Verlagsversion.