Berufskonzept und Modularisierung : Leitideen beruflicher Bildung in Deutschland, den USA und Großbritannien
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10051
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Leuchtturm-Verl.
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Alsbach/Bergstrasse
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Abstract
Der Autor greift in seiner Studie das Thema Berufskonzept auf, das die Grundlage des deutschen dualen Systems darstellt. Das Berufskonzept wird gegenwärtig im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung des dualen Systems sehr kontrovers diskutiert und von Gegnern des dualen Systems als nicht mehr zeitgemäss empfunden und als Modernisierungshemmnis angesehen. Durch die Europäisierung und Internationalisierung auch der Berufsausbildung finden modularisierte Formen der Ausbildung, die als flexibler und individualisierter gelten, starke Beachtung. Manche halten sie für zwingend erforderlich, um die notwendige Flexibilität, Differenzierung und Anpassung der beruflichen Bildung an den beschleunigten Wandel und die steigende Komplexität der Arbeitswelt zu sichern. Die Gegner weisen darauf hin, dass Modularisierung die Berufsausbildung in kleine Teile zerstückele, durch die der notwendige Zusammenhang verloren gehe, Schlüsselqualifikationen nicht mehr vermittelt werden und nur noch nach aktuellem Bedarf qualifiziert werde. Der Autor zeigt in seiner Studie die unterschiedlichen Bezüge vom Berufs- und Modulkonzept auf. Beispielhaft arbeitet er die Besonderheiten des am Berufskonzept orientierten deutschen Ausbildungssystems, des modular organisierten englischen NVQ-Systems und der schulmodularen amerikanischen Bildung heraus. Dabei geht er auf die gesellschaftliche und kulturhistorische Prägung der einzelnen beruflichen Ausbildungsysteme ein. Die Einzelanalysen werden abschliessend in einer nach 14 Systemmerkmalen unterteilten vergleichenden Übersicht dargestellt. (BIBB2)