Erwerbseintritt in Europa
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130454
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Abstract
Vor dem Hintergrund steigender Jugendarbeitslosigkeit und deren mögliche Bekämpfung untersucht der Beitrag die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Übergangsbedingungen in den Ländern Europas. Die unterschiedlichen Arbeitslosenquoten junger Erwachsener liefern einen anschaulichen Hinweis auf mögliche strukturelle Probleme beim Erwerbseintritt und erlauben, unterschiedliche Typenklassen des Erwerbseintritts zu identifizieren. Auf der Grundlage empirischer Ergebnisse, die auf die europäischen Labour Force Survey Daten und nationale Längsschnitterhebungen zurückgreifen, lassen sich die jeweiligen Besonderheiten in der Ausprägung der Erwerbseintrittsverläufe mit den unterschiedlichen institutionellen Rahmenbedingungen der Länder erklären. Dabei kommt dem Bildungssystem eine Schlüsselrolle zu. Institutionelle Unterschiede zischen den Bildungssystemen stehen in enger Verbindung mit den Differenzen in der Alters- und Qualifikationsstruktur der Erwerbseintretenden. Vor diesem Hintergrund gibt die Betrachtung dreier Länder - (West-)Deutschland, Italien und Großbritannien - auf der Basis der verschiedenen Erwerbsstatuszustände einen detaillierten Einblick in die nationalen Muster des Erwerbseintritts. Vor allem die Art der beruflichen Qualifikation erweist sich als zentrale Kategorie zur Erklärung der Wechselwirkung von Bildungssystem und Arbeitsmarkt und der unterschiedlichen Muster des Erwerbseintritts. (Hrsg., BIBB-Doku)