Berufsbildung im Wandel : die Bedeutung des Berufskonzepts
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12005
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Dt. Inst.-Verl.
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Köln
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Abstract
Der Sammelband fasst vier Beiträge zusammen zur Diskussion um die Modernisierung der Berufsausbildung im dualen System und dort vor allem zu der Frage, ob das Berufskonzept weiterhin zeitgemäss ist. LIPSMEIER erwartet, dass das Berufskonzept durch die Internationalisierung der Arbeitsmärkte und die Europäisierung der Berufsbildungspolitik zunehmend relativiert werden wird und dass die berufliche Bildung in Zukunft weniger im Kontext der Kategorie Beruf, sondern stärker im Kontext von Arbeit stehen wird. KLINKHAMMER und PÜTZ fordern dagegen die Reform des dualen Systems unter Beibehaltung des Berufskonzepts. PÜTZ betont, dass gerade die in der jüngsten Zeit praktizierte modernisierte Form des Berufskonzepts in der Lage sei, den Herausforderungen des Strukturwandels gerecht zu werden. Im Rahmen des neuen prospektiven Berufskonzepts sei die Entwicklung von dynamischen und gestaltungsoffenen Ausbildungsberufen notwendig unter Nutzung der Flexibilitätspotentiale, die modulare Konzepte bieten. RICHTER kommt bei der Erörterung der Frage, ob ein Berufsbildungssystem einen Standortvorteil im weltweiten Wettbewerb bewirken kann, zu dem Schluss, dass die hohen Kosten und die bisherige Starrheit des dualen Systems eher einen Wettbewerbsnachteil bedeuten. Aus beschäftigungpolitischer Sicht sei das deutsche System jedoch immer noch weltweit einer der Spitzenreiter. Der Autor fordert die rasche Anpassung des dualen Systems an die Erfordernisse des Weltmarkts, ohne dabei jedoch seine bisherigen Stärken zu verlieren. (BIBB)