Zwischen Gewerbeförderung, Sozialpolitik und liberalen Bildungsbestrebungen : zur "Vor"-Geschichte der dualen Berufsausbildung in der Schweiz (1870-1930)

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"Aus einer historischen Perspektive analysiert der Beitrag die ('Vor'-)Geschichte der schweizerischen Berufsbildung, die als 'duales System' bezeichnet wird. Gemäß dem Konzept der Pfadabhängigkeit werden die Konfliktlinien, Aushandlungsprozesse und Motivlagen verschiedener Akteure bei der Herausbildung des schweizerischen Berufsbildungssystems eruiert und für die Phase 1870-1930 anhand der Entwicklungsverläufe in den Kantonen Zürich und Luzern dargestellt. Es zeigt sich, dass die Begründung und gesetzliche Normierung der Berufsbildung nicht allein von wirtschafts-, sondern auch von sozial- und bildungspolitischen Anliegen getragen waren, die von unterschiedlichen Akteuren wie Gewerbe, Arbeitnehmern und philanthropischen Kreisen vertreten wurden und in demokratischen Prozessen immer wieder ausgehandelt werden mussten. Diese durchaus konflikthaften Aushandlungsprozesse, aber auch die erzielten Kompromisse, verweisen auf die Wandlungsfähigkeit und Reformoffenheit des schweizerischen Berufsbildungssystems, das sich erst 1930 mit dem Erlass des ersten gesamtschweizerischen Berufsbildungsgesetzes auf nationaler Ebene etablierte und seither verschiedene Veränderungen erfahren hat." (Autorenreferat, BIBB-Doku)

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