Gestaltungsoptionen für die duale Organisation der Berufsausbildung
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139389
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Düsseldorf
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Abstract
Im Gutachten werden zunächst die aktuelle Diskussion um die deutsche Berufsbildung in ihren einschlägigen Positionen vorgestellt und zentrale Dimensionen und Problemstellungen charakterisiert. In der Debatte dominieren derzeit zwei grundlegende Reformstrategien: Modularisierung und Akademisierung. Mit der Modularisierung wird vor allem die Vorstellung verbunden, Lernprozesse flexibel und effizient organisieren zu können. Das Grundprinzip der Überlegungen zur Modularisierung ist, dass Berufsqualifikationen aus einer Kombination von Teilqualifikationen (Modulen) entstehen, durch deren "Zusammenfügung" die Gesamtfunktion, die berufliche Handlungskompetenz, erreicht wird. Die Akademisierung hingegen sieht die Herausforderungen in einer "Wissensgesellschaft und Wissensökonomie", der nur durch schul- und wissenschaftsorientierte Ausbildungsgänge sowie ein möglichst hohes formales Qualifikationsniveau zu begegnen sei. Im Gutachten wird als dritter Weg der "betrieblich-berufliche Bildungstyp" aufgezeigt, der als Ziel beruflicher Ausbildung den Bezug zur beruflichen Facharbeit und Berufsfähigkeit in den Fokus rückt. Ein solches Bildungssystem würde sich nach den Vorstellungen der Autoren an europäischen Kernberufen orientieren und dabei auf das Prinzip der sozialen Integration auf der Stufe der allgemeinbildenden Schulen bauen. Hieraus ergäben sich als die beiden wichtigsten Herausforderungen: a) die konsequente Gestaltung der Dualität als Prinzip beruflichen Lernens und b) die Durchlässigkeit beruflicher Bildungsgänge zur allgemeinen Bildung. (BIBB-Doku)