Zufriedenheit von Auszubildenden mit ihrer Berufsausbildung
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Abstract
Ausgehend von empirischen Befunden zur Zufriedenheit von Auszubildenden mit ihrer Berufsausbildung wird die Frage gestellt, wie diese Ergebnisse aus berufspädagogischer Sicht zu interpretieren sind. Es wird von der Annahme ausgegangen, dass dafür die normativen Zielkategorien der" beruflichen Tüchtigkeit und Mündigkeit" zu berücksichtigen sind. Ausbildungszufriedenheit wird als eine kognitiv-evaluative Einstellung der Auszubildenden zur Ausbildungssituation definiert. Insofern ist Ausbildungszufriedenheit aufgrund individueller Vergleiche zwischen schulischen und betrieblichen Merkmalen einerseits und individuellen Erwartungen andererseits äusserst subjektiv. Daraus resultiert, dass zwischen Ausbildungszufriedenheit und objektiver Ausbildungsleistung kein kausaler Zusammenhang bestehen muss. Der Verfasser kommt zu dem Schluss, dass auch bei hoher Zufriedenheit der Auszubildenden der Berufspädagoge keineswegs zufrieden zu sein braucht. (BIBB2)