Evaluation beruflicher Weiterbildung : eine theoretischempirische Analyse auf der Datenbasis des sozio-ökonomischen Panels
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Lang
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Frankfurt/Main
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Abstract
Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt, Einkommensverbesserung, beruflicher Aufstieg oder interessantere Tätigkeiten sind wesentliche mit beruflicher Weiterbildung verbundene Ziele. In der Arbeit wird untersucht, ob und inwieweit die mit beruflicher Weiterbildung verbundenen Ziele tatsächlich realisiert werden können. Nach der Behandlung von theoretischen Grundlagen beruflicher Weiterbildung als Humankapitalinvestition, der Bedeutung von Qualifikationen im Rahmen interner Arbeitsmärkte und der Weiterbildung in staatlicher Perspektive (Arbeitsmarktpolitik) werden die Ergebnisse der empirischen Untersuchung dargestellt. Im Mittelpunkt der Evaluierung stehen die Teilnahme an AFG- geförderter, betrieblicher und individueller Weiterbildung sowie Erwerbs- und Berufsverlaufsanalysen, die Auskunft über die Wirksamkeit beruflicher Weiterbildung geben. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass die Teilnahme an beruflicher Weiterbildung die Abgangswahrscheinlichkeit aus Nichterwerbstätigkeit positiv beeinflusst. Für die Gruppe der Beschäftigten wirkt sich vor allem die Partizipation an betrieblicher Weiterbildung auf die Entwicklung des Einkommens aus. Teilnehmer an betrieblicher Weiterbildung konnten häufiger einen beruflichen Aufstieg realisieren und mussten seltener einen beruflichen Abstieg hinnehmen. Ihnen ist es auch besser gelungen, in anspruchsvollere Tätigkeiten zu wechseln. Der Vergleich von individueller und betrieblicher Weiterbildung hinsichtlich der betrachteten Indikatoren fällt zugunsten letzterer aus. Als besonders wirksam zeigen sich zudem längere Massnahmen. (BIBB2) Die mikroökonomisch bzw. mikroökonometrisch angelegte Untersuchung befasst sich mit dem Problem der Evaluation beruflicher Weiterbildung. Zunächst werden theoretische Grundlagen analysiert: Überblick über relevante Theoriebereiche, berufliche Weiterbildung als Humankapitalinvestition, Bedeutung von Qualifikationen im Rahmen interner Arbeitsmärkte, Weiterbildung aus staatlicher Perspektive (aktive Arbeitsmarktpolitik, Arbeitsförderungsgesetz). Die empirischen Analysen stützen sich auf die Datenbasis des sozio-ökonomischen Panels. Es wird für verschiedene Weiterbildungsbereiche (AFG-geförderte Weiterbildung, betriebliche Weiterbildung, individuelle Weiterbildung) untersucht, "inwiefern sich Segmentationstendenzen hinsichtlich der Teilnehmerstruktur erkennen lassen und inwiefern Weiterbildung statistisch signifikante Wirkungen auf verschiedene berufsrelevante Erfolgsindikatoren hat" (Erwerbs- und Berufsverlauf von Erwerbstätigen und Nichterwerbstätigen). Ein kurzer Exkurs geht auf die Weiterbildungssituation in Ostdeutschland ein. Abschliessend werden die empirischen Ergebnisse mit den theoretischen Aussagen konfrontiert und "vor dem Hintergrund der Anforderungen an Evaluierungsstudien kritisch betrachtet". (IAB2)
Description
Zugl.: Trier, Univ., Diss., 1995 ;Trier: 1995