Anforderungen an Führungskräfte in Industrie, Handel und Handwerk - das Untersuchungskonstrukt der Berufswertigkeit

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"Die parallel verlaufenden Prozesse der europäischen Integration (Bologna-Prozess, Kopenhagen-Prozess) führen zu neuen Fragen der Abschlussbezeichnungen und Gleichwertigkeit von Bildungsabschlüssen. In diesem Kontext wird im Beitrag der Versuch einer neuartigen Betrachtung unter der Bezeichnung 'Berufswertigkeit' vorgestellt, der die Perspektive der Berufspraxis als vergleichenden Bewertungsmaßstab in die Diskussion um die inhaltliche Bewertung von Bildungsinhalten einführt. Danach sind die Anforderungen der Berufspraxis geeignet, als von bestehenden Diskursen um angemessene Curriculuminhalte im beruflichen oder hochschulischen Bildungswesen losgelöste neue Bewertungsmöglichkeit zu fungieren und dergestalt eine teilweise als 'festgefahren' zu bezeichnende Diskussion der Bildungspolitik um Anerkennung und Abschlussbezeichnung neu zu befruchten. Dies könnte beispielsweise auch auf den Vorschlag einer Bezeichnung als 'Bachelor Professional' im beruflichen Weiterbildungsbereich zutreffen. Gleichzeitig kann dieses neue Bewertungskonstrukt ebenfalls für die notwendige Diskussion zur Einstufung beruflicher und hochschulischer Bildungsabschlüsse in einen Nationalen Qualifikationsrahmen und damit auch in den Europäischen Qualifikationsrahmen hilfreich sein." In einer ersten empirischen Erhebung mit diesem neuartigen Vergleichskonstrukt der Berufswertigkeit wurden die besonderen Anforderungen an Führungskräfte in Unternehmen herangezogen, da in diesem Bereich besonders häufig eine parallele Beschäftigung von Personen mit beruflichem und hochschulischem Bildungshintergrund angenommen werden kann und daher für beide Personengruppen und die analysierten spezifischen Curricula eine vergleichbare Anforderungssituation vorliegt. (Autorenreferat, BIBB-Doku)

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