Berufliche Weiterbildung als freier Markt? Bewegungsmomente der Weiterbildung im Wandel
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Abstract
"Der Erwachsenen- und Weiterbildungssektor hat seit Mitte der 90iger Jahre radikale Veränderungen erfahren. Ökonomisierungen, Verschiebungen zwischen immer schon widerstreitenden interessenbedingten Zielsystemen tendieren unmissverständlich in Richtig einer von der EU propagierten Marktperspektive. Unter dieser Marktperspektive, respektive Vermarktungsperspektive einer new governance, deren systemimmanente Aushandlungsprozesse enormen Beratungs-, Kontroll und Evaluationsbedarf nach sich zu ziehen scheinen, gerät Subjektivierung zu Arbeitskraftunternehmertum, haben Erwachsenen- und Weiterbildung just-in-time-Anpassungen des individuellen Arbeitskräfteangebots zu leisten, werden Innehalten und Reflexion, immer als konstitutive Elemente der Subjektwerdung gedacht, luxuriös." Der Beitrag diskutiert Bewegungsmomente der Weiterbildung unter Bezugnahme auf die neuere Systemtheorie. Im politischen Leitbild der neuen Steuerung zeigen sich Entgrenzung und das Postulat der Wissensgesellschaft als maßgebliche Trends. Diese beiden Aspekte werden vor dem Hintergrund der Subjektivierung, der Idee der subjektiven Sinnstiftung in der Weiterbildung, reflektiert. Im Weiteren geht der Autor auf den Warencharakter von Weiterbildung sowie Qualität und Beratung als Gestaltungs- und Steuerungsinstrumente ein. Die arbeitsmarktlich veranlasste Weiterbildung bietet die Folie der Diskussion. (BIBB-Doku)