Jugendliche ohne Hauptschulabschluss : Analysen - Regionale Trends - Reformansätze
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Gütersloh
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Abstract
Im Sommer 2008 verließen deutschlandweit etwa 65.000 junge Menschen die allgemein bildenden Schulen ohne einen Hauptschulabschluss, welcher als Mindestvoraussetzung für die Aufnahme einer beruflichen Ausbildung gilt. Dies entspricht einem Anteil von 7,5 Prozent eines Altersjahrgangs, der jedoch von Bundesland zu Bundesland variiert. Mehr als die Hälfte der Schulabgänger ohne Hauptschulabschluss stammt aus Förderschulen (54,6 Prozent) und etwa ein Viertel aus Hauptschulen. Die vorliegende Studie untersucht, durch welche bildungspolitischen Maßnahmen ihr Anteil gesenkt werden kann. Dazu wird in einem ersten Schritt eine Analyse der verfügbaren schulstatistischen Daten durchgeführt, um ein differenziertes Bild der Gruppe der erfolglosen Schulabgänger zu gewinnen. In einem zweiten Schritt wird dann ein Überblick über die Schwierigkeiten gegeben, auf die junge Menschen ohne Hauptschulabschluss stoßen, wenn sie in Ausbildung und Erwerbsarbeit einmünden wollen. Schließlich werden in einem dritten, abschließenden Schritt Ansatzpunkte für wirksame Reformen herausgearbeitet, die geeignet sein können, den Anteil der Jugendlichen ohne Hauptschulabschluss deutlich abzusenken. Als Reformansätze werden eine konsequente Inklusionspolitik, die Zusammenführung unterschiedlich anspruchsvoller Schulformen, die Öffnung der Schule gegenüber der Arbeitswelt, die verstärkte Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund, die Sicherung der Vergleichbarkeit von Anforderungen für das Erreichen des Hauptschulabschlusses empfohlen. (BIBB-Doku)