Historische Strukturmuster im Prozess der Professionalisierung. Ein langer Blick zurück am Beispiel der Buchdrucker
item.page.bibb.id
186030
Loading...
Date
Authors
Journal Title
Journal ISSN
Volume Title
Publisher
item.page.bibb.publisherplace
item.page.bibb.participation
item.page.bibb.citedinbibb
item.page.bibb.researchfocus
item.page.bibb.reviewof
item.page.bibb.citationdr
Abstract
"Das Buchdruckgewerbe hat sich gerade in den vergangenen Jahrzehnten rasant vom analogen Druck- über die digitale Medien- zur Multimediabranche entwickelt. Inwiefern bei einem solchen Prozess noch der Bezug zum Ursprung aufrechterhalten werden kann, bleibt hierbei ebenso ungewiss wie die Frage, was aus der Entwicklung für die ungewisse Zukunft gelernt werden kann. Dabei zeigt sich in der Entwicklung ein Phänomen sehr deutlich, das wir auch aus anderen Branchen, insbesondere den kaufmännischen Tätigkeitsfeldern kennen, die Entwicklung des Bedeutungszuwachses der personalen im Vergleich zu den fachlichen Kompetenzen für das individuelle Berufs- und Persönlichkeitsprofil. Am Beispiel des Buchdruckers werden epochenüberschreitende Entwicklungen berufsgeschichtlich zu rekonstruieren versucht. Dabei wird davon ausgegangen, dass die Motivlage der handelnden Protagonisten in ihrer Zeit und in ihrem Berufsfeld primär die Sicherung und Verbesserung ihres eigenen sozioökonomischen Status ist, der nur durch die Abgrenzung des eigenen Kompetenzprofils von anderen Berufen zu erreichen ist. Beeindruckend sind die Traditionsbestände der Branche, die einen besonderen Zusammenhalt der beruflich-kollektiven Identität ihrer Mitglieder und deren Ziele stabilisieren. Daraus abgeleitete Durchsetzungsstrategien der Interessenwahrnehmung ihres sozialen Profils stärken über den Beruf ihre Zuversicht zur Bewältigung von Zukunft. Nebenbei bemerkt ist die Branche auch in Deutschland die Einzige, die im Bereich der Neuordnungen beruflicher Bildung die Macht der Kammern nach wie vor zurückdrängt und eine eigene Expertengruppe, den Zentralen Fachausschuss Berufsbildung Druck und Medien (ZFA), unterhält, der die Entwicklungen der Branche beobachtet und auf dieser Grundlage Neuordnungen der Aus- und Fortbildungsberufe weitgehend selbständig anstößt und inhaltlich bestimmt." (Hrsg.; BIBB-Doku)