Europäische Berufsbildung - eine Voraussetzung für die im EU-Recht verbriefte Freizügigkeit der Beschäftigten
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Abstract
Die diversen Beschlüsse des Europäischen Rates seit 2000 haben durch die Integration vonInnovations-, Beschäftigungs- und (Berufs) Bildungspolitik weitreichende Konsequenzen für die Berufsbildungssysteme der EU-Staaten. Grundlagen für den angestrebten europäischen Berufsbildungsraum sind die Entwicklung eines Instrumentariums zur Schaffung von Transparenz von Qualifikationen und Kompetenzen (u. a. der Europass), Kriterien für die Qualität von Berufsbildungsangeboten und -anbietern und die Einführung eines Systems zur Anpassung und Übertragung von Ausbildungsleistungen (ECVET). Der Autor legt dar, welche Auswirkungen die nationale Einführung der verschiedenen europäischen Instrumente speziell auf das deutsche Ausbildungssystem hätte. Insbesondere befürchtet er eine deutliche Unterbewertung der dualen Formen berufsqualifizierender Ausbildungsgänge sowie - umgekehrt - eine durchgängige Überbewertung von akademischen bzw. schulischen Abschlüssen. Anstatt die Entwicklungen zur Schaffung eines EQF bzw. zur Einführung von ECVET weiter voranzutreiben, schlägt er die Entwicklung eines europäischen Berufs- und Berufsbildungssystems auf der Basis offener dynamischer Kernberufe vor. (BIBB-Doku)
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Der Beitrag ist ebenfalls erschienen in: Recht der Jugend und des Bildungswesens : RdJB (2004) 4, S. 463-475.