Heterogenität und Lernerfolg
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Abstract
Der Beitrag diskutiert die Frage nach der Wirkung von heterogenen Lerngruppen in der kaufmännischen Ausbildung. In der empirischen Forschung sind der Einfluss und die Bedeutsamkeit von Lernvoraussetzungen und Kontextmerkmalen auf den Lernerfolg vielfach belegt. Auch die Wirksamkeit von Kompositionseffektenim Sinne von günstigen Mittelwerten auf Klassen- bzw. Aggregatsebene kann als gesichert gelten. Die Heterogenität von Lerngruppen wird allerdings bislang hauptsächlich unter der Perspektive einer alltäglichen Herausforderung für die Lehrenden diskutiert, deren Einfluss auf die Lernergebnisse wurde aber bisher kaum systematisch untersucht. Der Beitrag geht daher der Frage nach, ob die Heterogenität von Lernvoraussetzungen von Jugendlichen in beruflichen Bildungsgängen in Zusammenhang mit den erreichten Lernständen steht. Auf Basis der Daten aus der Hamburger Studie ULME II zur Lernentwicklung von Jugendlichen wird untersucht, wie sich Heterogenität in den Lernvoraussetzungen auf die Entwicklung wirtschaftsberuflicher Fähigkeiten auswirkt. In den Analysen lassen sich keine Hinweise darauf finden, dass Heterogenität zwingend zu negativen Effekten hinsichtlich der Leistungsentwicklung führt." (Herausgeber, BIBB-Doku)