Exklusion trotz - oder durch - Weiterbildung?

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Abstract

"Weiterbildung hat ihren Bildungsanspruch nie darauf beschränkt, nur Inhalte zu vermitteln und den Erwerb von Kompetenzen zu ermöglichen. Intention der Weiterbildung war es stets auch, einen Beitrag zur Inklusion der Teilnehmer in die Gesellschaft zu leisten - sich dessen aber bewusst, dass das Ziel der Inklusion nur partiell erreicht wurde und dass Weiterbildung wie das Bildungssystem insgesamt neben den proklamierten Inklusionszielen auch Selektions- und Ausschließungsfunktionen erfüllt. Vor dem Hintergrund der Exklusionsdebatte thematisiert der Beitrag Aspekte der Inklusion und Exklusion durch Weiterbildung. Er erinnert daran, dass die im System Erwachsenenbildung pädagogisch Handelnden auf eine lange Tradition eines auch emanzipatorischen Selbstverständnisses zurückblicken können, die mit einer zunehmenden Vereinnahmung als Reparaturbetrieb beruflicher Diskontinuierung in Vergessenheit zu geraten scheint. These des Autors ist, dass sich das politische System seines Legitimationsproblems entledigt hat, indem es die Verantwortung für die Entscheidung über Inklusion oder Exklusion nicht nur unter Verweis auf Selbstverantwortung und Selbststeuerung auf die Klientel, sondern auch auf das Weiterbildungssystem verschoben hat, dessen Repräsentanten bzw. Akteure unter dem Druck unerfüllbarer vorgegebener Ziele und existenzieller Konkurrenz das pädagogisch-professionelle Ziel, die Autonomie der Teilnehmenden zu fördern, oft nicht mehr umsetzen können. Diesen Druck gibt das Weiterbildungspersonal oft unreflektiert weiter - und legitimiert und verstärkt damit Exklusionsprozesse. Dagegen helfe nur Aufklärungsarbeit. Sie wird die Probleme nicht umkehren können, aber wenigstens die psychischen Belastungen der Weiterbildner abmildern und ihnen wieder mehr Handlungsspielräume für pädagogisches Handeln eröffnen können. Dazu gehört auch, die verstärkt zugewiesene und zugemutete Selektions- und Legititmationsarbeit, soweit es geht, zu verweigern." (Hrsg., BIBB-Doku)

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