Betriebliche Bildungsstrategien im internationalen Vergleich
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Neuwied
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Abstract
Anhand eines Vier-Länder-Vergleichs (Deutschland, England, Frankreich und Luxemburg) wurde untersucht, wie sich die Bildungsstrategien deutscher Unternehmen von denen europäischer Länder unterscheiden und wie die Unterschiede im Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit zu bewerten sind. Die betrieblichen Bildungsanstrengungen wurden anhand von verschiedenen Indikatoren gemessen: Ausbildungs- und Facharbeiterquote, Weiterbildung und Job- Rotation als Defizitausgleich für eine duale Ausbildung. Es zeigt sich, dass auf der Basis des dualen Ausbildungssystems deutsche Unternehmen eine im internationalen Vergleich sehr gut qualifizierte Facharbeiterbelegschaft heranbilden. Im Hinblick auf die Ausbildungsanstrengungen können die Unternehmen der europäischen Nachbarländer nicht mithalten. Sie haben aber Wege gefunden, ihre Defizite bei der Erstausbildung durch enorme Weiterbildungsanstrengungen und/oder eine systematische Job-Rotation auszugleichen. Langfristig können sich für weiterbildungsorientierte Unternehmen Wettbewerbsvorteile ergeben. (BIBB2)