Schul- und Berufswahl: entschieden unentschieden
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155570
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Abstract
"Der Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, inwiefern die weitverbreitete gesellschaftliche Annahme, Schul- und Berufswahl folge der Logik einer rationalen Wahl, empirisch haltbar ist und wie Verläufe und Entscheidungen stattdessen erklärt werden können. Zu diesem Zweck wird Material, welches im Rahmen einer umfangreichen Studie über Orientierungen und Praxen am Übergang zwischen Schule und Beruf erhoben wurde, nun noch einmal (aus dieser besonderen Perspektive) ausgewertet. Anhand von qualitativ-empirisch rekonstruierten Typen wird aufgezeigt, dass entsprechende Entscheidungen zwar von den Akteuren (Schüler, Lehrer) rationalisiert werden, die Entscheidungen aber selbst einer impliziten Logik folgen. Im Anschluss an Bourdieu interpretiert die Autorin diese dann als Ergebnis des praktischen Sinns für das Zukünftige. Das Datenmaterial wurde mittels Experteninterviews mit Schulleitern sowie Lehrern und Klassengesprächen in einem sozialen, einem technischen und einem kaufmännischen Berufskolleg sowie in drei Einrichtungen des Zweiten Bildungsweges gewonnen. Die Auswertung erfolgte in Anlehnung an die Dokumentarische Methode." (Autorenreferat, BIBB-Doku)