Steigende Zahl der Hochschulabsolventen : quantitative Analyse von Zugängen und Abgängen an den Hochschulen 1960 bis 1986
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122840
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Abstract
"In diesem Bericht ist für die deutschen Studenten an den Hochschulen in der Bundesrepublik Deutschland eine Zugangs- und Abgangsrechnung quantifiziert worden, die - nach Studienjahren gegliedert - Auskunft gibt über die durchschnittlichen Studienzeiten, sowohl der einzelnen Jahrgänge von Studienanfängern als auch der jeweiligen Absolventen in den Jahren 1960 bis 1986. Es handelt sich um eine überschlägige Rechnung, die methodische Unschärfen hat, Schätzungen erforderte und erst von 1978 an voll auf den Daten der Hochschulstatistik aufbaut. Trotz bestehender Vorbehalte ist aber eine gute Übereinstimmung mit den Ergebnissen der Prüfungsstatistik festzustellen. Die Zahl der deutschen Studenten nahm von 1960 bis 1986 von 0,3 auf 1,3 Millionen zu. Bei konstanter Studiendauer - 4,8 Jahre des Studienjahrgangs 1960 - wäre sie nur auf 0,9 Millionen gestiegen. Doch es errechnen sich inzwischen durchschnittlich 6,3 Studienjahre für den Immatrikulationsjahrgang 1980 - und diese Verlängerung um 1,5 Jahre bedeutet für die Hochschulen 400 000 Studenten mehr sowie eine erhebliche Verzögerung der Studienabschlüsse. Längere Zeit - von 1975 bis 1981 - stagnierte die Zahl der Prüfungen (Erstabschlüsse ohne Promotion und andere Zweitabschlüsse) auf einem Niveau von jährlich 100 000. Der Anstieg auf 120 000 bis zum Jahre 1985 geht zum Teil auf steigende Abschlüsse an den Verwaltungsfachhochschulen zurück, doch wirkte sich zunehmend aus, dass die Studienzeitverlängerungen immer geringer wurden." (Autorenreferat)