Teilqualifizierende Berufsfachschulen: Für Jugendliche eine Warteschleife oder eine Hilfe beim Einstieg in den Beruf?

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Den Berufsfachschulen wird oftmals eine Warteschleifen- bzw. Pufferfunktion in Zeiten fehlender Ausbildungsplätze nachgesagt. Hinsichtlich der Intentionen, die Schüler zum Besuch einer solchen Schulform zu bewegen, ist eher wenig bekannt. Der Beitrag stellt eine Untersuchung vor, die auf die teilqualifizierende Berufsfachschule im kaufmännischen Bereich fokussiert und die Aufgaben dieser Schulform sowie die Warteschleifenproblematik thematisiert. Schüler einer teilqualifizierenden Berufsfachschule (Handelsschule) wurden befragt, ob sie deren Besuch als Warteschleife empfinden oder als nützlich erachtet wird, und wenn ja in welcher Hinsicht. Die Befragung richtete sich an Handelsschüler im ersten Jahr ihres Schulbesuchs, um die Intention für die Schulwahl zu analysieren und die Zukunftserwartungen sowie den Berufswahlprozess zu evaluieren. Die Befunde werden in drei unterschiedlichen Kategorien beschrieben: Motive für den Besuch der Handelsschule, schulische bzw. berufliche Zukunftspläne, Beurteilung der Berufswahlorientierung. Sie sprechen dafür, dass eine teilqualifizierende Berufsfachschule nicht zwangsläufig die Funktion einer Warteschleife haben muss. Entscheidend sei letztendlich das Motiv der Jugendlichen für den Besuch der teilqualifizierende Berufsfachschule. Besuchen sie diese unfreiwillig, weil sie z.B. keinen Ausbildungsplatz erhalten haben, kommt ihr relativ eindeutig die Funktion eines "Parkplatzes" zu. (BIBB2)

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