Berufsverläufe : eine Längsschnittuntersuchung zur Bedeutung der Identitätsentwicklung im Jugendalter für die berufliche Laufbahn Erwachsener im Lebenslauf

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Zürich

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Die vorliegende Abhandlung betrachtet den Übergang vom Berufswunsch in die Berufsausübung. Datengrundlage bildet die Längsschnittstudie "Lebensverläufe von der späten Kindheit ins frühe Erwachsenenalter" (LifE), die 1527 Lebensverläufe vom 12. bis zum 35. Altersjahr umfasst. Es geht dabei um die Frage, ob und welche beruflichen Interessen und Wünsche realisiert werden und welche Ressourcen und Kompetenzen für die Realisierung wichtig sind. Der zu bewältigenden Identitätskrise im Jugendalter gilt besondere Aufmerksamkeit. Es zeigt sich, dass das Tempo der Identitätsentwicklung von der Verweildauer im Schulsystem abhängt: Wer länger zur Schule geht, ist in der beruflichen Identitätsentwicklung weniger fortgeschritten. Die Realisierung des Berufswunsches bzw. die berufliche Kontinuität wird dabei nicht normativ als Entwicklungsziel betrachtet, sondern deskriptiv beschrieben, um Laufbahnmuster aufzuspüren. Mittels Prädiktionsmodellen wird versucht, die Laufbahnmuster zu erklären. Die Berufswünsche, die mit fünfzehn Jahren geäußert wurden, werden mit dem tatsächlich erreichten Beruf im 35. Lebensjahr verglichen. Dabei findet sich ein erstaunlich hoher Grad der Realisierung von Berufswünschen, die nur bei anspruchsvollen investigativen und artistischen Wünschen geringer ausfällt. (BIBB-Doku)

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