Entwicklung des Qualifikationsbedarfs für innovative und beschäftigungswirksame Tätigkeitsfelder in personenbezogenen Dienstleistungsbereichen
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87311
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Bielefeld
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Abstract
Ziel der Vorstudie war es, Ansätze für ein Beobachtungssystem zu entwickeln, mit dem frühzeitig Qualifikationsentwicklungen bzw. -bedarfe in solchen Tätigkeitsfeldern erkannt werden können, die ausserhalb traditionell geregelter Bereiche mit institutionalisierten Beteiligungsstrukturen liegen. In qualitativen Fallstudien wurden die Wirk- und Steuerfaktoren im Prozess der Entstehung von Innovationen und innovativen Tätigkeitsfeldern und ihrer Verberuflichung anhand von zwei exemplarischen Wachstumsbereichen - Gesundheit/Soziales und Erziehung/Bildung - untersucht. Es wurden vier Stufen zur Früherkennung von Qualifikationsentwicklungsverläufen identifiziert: 1. die Ermittlung allgemeiner gesellschaftlicher Entwicklungen jenseits jeder Beruflichkeitsebene, die sich auf die Entstehung innovativer Tätigkeitsfelder auswirken könnten; 2. die Erfassung interdisziplinärer und internationaler Tendenzen in verschiedenen beruflichen Fachbereichen und die Einschätzung analoger Entwicklungen in bestimmten, ausgewählten Tätigkeitsfeldern; 3. die empirische Überprüfung von Relevanz und Dauerhaftigkeit der in den beiden ersten Stufen identifizierten Entwicklungen; 4. die bildungspolitische Entscheidungsfindung. Die bisherigen Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass für den Aufbau des Früherkennungssystems das gestufte Verfahren grundsätzlich anwendbar ist. Zugleich liefern die Ergebnisse Anhaltspunkte, wie ein Früherkennungssystem in seiner Gesamtheit idealerweise aussehen sollte und wie und zu welchen Kosten für diese Tätigkeitsbereiche beispielhaft ein Modell zur frühzeitigen Informationserfassung etabliert werden könnte. (BIBB2)