NEET-Jugendliche : eine neue arbeitsmarktpolitische Zielgruppe in Österreich

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Der vorliegende Artikel widmet sich der Situation von Jugendlichen mit sog. "NEET"-Status in Österreich. NEET steht für "Not in Employment, Education or Training" und bezeichnet Jugendliche, die weder im Beschäftigungs- noch im (Aus-)Bildungssystem integriert sind und an keiner Trainingsmaßnahme teilnehmen. Die zugrundeliegende Annahme ist, dass mit diesem Indikator das Ausgrenzungsrisiko von Jugendlichen besser erfasst werden kann als mit der Jugendarbeitslosenquote. Im Mittelpunkt der empirischen Analyse stehen folgende Fragestellungen: "Welche sozialstrukturellen Merkmale weisen NEET-Jugendliche auf? Was sind die Ursachen für ein erhöhtes NEET-Risiko? Von welchen Faktoren hängt ein (erfolgreicher) Ausstieg aus der NEET-Situation ab?" Um diese Fragen zu beanworten, wurde ein Mehr-Methoden-Zugang mit quantitativen und qualitativen Elementen gewählt. Der quantitative Teil stützte sich auf die vierteljährlichen Mikrozensuserhebungen der Jahre 2006 bis 2011. Der für das gesamte österreichische Bundesgebiet repräsentative Datensatz umfasste Angaben von n=25.332 Jugendlichen im Alter zwischen 16 und 24 Jahren. Für die qualitative Analyse wurden problemzentrierte Interviews (n=80) mit Jugendlichen mit NEET-Erfahrung durchgeführt. Im Beitrag werden nach der Beschreibung des methodischen Vorgehens das Problemausmaß in Österreich dargestellt, die NEET-Gruppe sozialstrukturell beschrieben, Risikofaktoren bzw. Ursachen identifiziert und abschließend Wege für eine erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt bzw. das (Aus-)Bildungssystem herausgearbeitet und Handlungsempfehlungen entwickelt. (BIBB-Doku)

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