Weiterbildungspolitik heute - Modernisierung wohin?
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Abstract
Weiterbildung ist unter dem Stichwort "lebenslanges Lernen" in den letzten Jahren zu einem Schwerpunkt in der Diskussion über Wirtschafts-, Arbeitsmarkt-, Technologie- und Bildungspolitik geworden. Dabei sind es die zahlreichen Umbrüche in der Arbeitswelt - Globalisierung von Produkten und Märkten, Strukturwandel, Dynamik des Beschäftigungssystems, Entwicklung hin zur Informations- und Dienstleistungsgesellschaft - die für die Expansion insbesondere der beruflichen Weiterbildung verantwortlich sind. Gleichzeitig lässt sich allerdings eine erhebliche Diskrepanz zwischen dem allseits betonten Bedeutungszuwachs und der Realität feststellen: Weiterbildung ist nach wie vor weit davon entfernt, ein gleichberechtigter vierter Teil des Bildungswesens zu sein. Vor diesem Hintergrund untersucht die Autorin mögliche gesellschaftliche und ökonomische Barrieren für die Weiterbildung in Deutschland und analysiert Ursachen für entsprechende Motivationsverluste sowie für eine generelle Weiterbildungsabstinenz. Abschliessend fordert sie mit einem Katalog von Relevanzkriterien eine Modernisierung des Systems Weiterbildung, um "angemessene Strukturen für die Realisierung wachsender Lerninteressen bereitzustellen und eine Verbesserung der Leistungsfähigkeit im Sinne der Effizienzsteigerung und Synergiegewinnung" zu erreichen. (BIBB2)