Telearbeit in der Informationsgesellschaft : zur Realisierung offener Arbeitsstrukturen in Betrieb und Gesellschaft
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Verl. für Angewandte Psychologie
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Göttingen
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Abstract
Das Buch analysiert die in der Arbeitswelt eingetretenen Entwicklungen und Veränderungen durch Telearbeit. Mit den Schwerpunkten Informatisierung und Öffnung der Erwerbsarbeit gibt es ferner einen Ausblick auf die noch zu erwartenden Potentiale und Beschäftigungsperspektiven dieser neuen Arbeitsform. Nach dem einleitenden Überblick in Kapitel 1 wendet sich Kapitel 2 der Informatisierung als ein Baustein der Telearbeit zu. Kapitel 3 beschreibt die Öffnungstendenzen in der Erwerbsarbeit, Kapitel 4 spiegelt das Phänomen Telearbeit in seiner heutigen Struktur wider. Im Kapitel 5 wird eine Zuordnung der Telearbeit in die bisherigen Arbeitsstrukturen versucht. Akzeptanz- und Bewertungsfragen der Telearbeit untersucht Kapitel 6. Die Zukunft der Telearbeit wird in Kapitel 7 diskutiert. Der Autor kommt zu dem Ergebnis, dass die weitere Entwicklung der Telearbeit den Menschen mehr Selbständigkeit und Verantwortung abfordern, ihnen aber auch neue Gestaltungsmöglichkeiten geben wird. Als stark einschneidend sieht er jedoch den Statuswandel von der abhängigen Beschäftigung zur Selbständigkeit. Telearbeit habe gezeigt, dass in der Informationsgesellschaft vorindustrielle Strukturen wahrscheinlicher sein werden als die grossbetrieblichen Industriestrukturen. In diesem Sinne könnte die Telearbeit eine Vorstufe sein für ein neues Arbeitsverständnis mit individueller Kreativität und globaler Kommunikation. (BIBB2) Der Autor analysiert die aktuellen und künftigen Entwicklungen der Telearbeit. Zunächst werden zwei grundsätzliche Tendenzen beschrieben, welche die Telearbeit begünstigen: die Informatisierung (Verbreitung der Informationstechnik, Multimedia, neue Berufe) und die Öffnung der Erwerbsarbeit (Auflösung des Normalarbeitsverhältnisses, neue Erwerbsformen). Es folgt die Darstellung der historischen Entwicklung und der heutigen Situation sowie die begriffliche Abgrenzung der Telearbeit. Das Kapitel "Einordnung der Telearbeit in überkommene Arbeitsstrukturen" befasst sich mit der Organisation im Unternehmen, den rechtlichen Rahmenbedingungen, den derzeit zulässigen Formen der Telearbeit und mit dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit von Telearbeit. Akzeptanz- und Bewertungsfragen der Telearbeit, die Einschätzungen der Akteure (Gewerkschaften, Arbeitgeber, Betroffene, Politik etc.) stehen im folgenden Kapitel im Mittelpunkt. Den Abschluss bilden Überlegungen zur Zukunft der Telearbeit: welche Entwicklungsbarrieren bestehen, wie wird sich Telearbeit auf einzelne Beschäftigtengruppen auswirken, welche "Leitplanken" gewährleisten die Absicherung der Telearbeitnehmer und wie wird sich Telearbeit in künftige Lebens- und Arbeitsformen einfügen. (IAB)