Der Übergang von der Berufsausbildung ins Erwerbsleben unter ungleichen regionalen Ausgangsbedingungen in Nordrhein-Westfalen
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110103
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Institut zur Erforschung sozialer Chancen
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Köln
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Abstract
Die erheblichen Differenzen zwischen den Regionen im Arbeitsmarktgeschehen beschränken sich nicht auf das "Nord-Süd- Gefälle" in der Bundesrepublik und auch nicht auf das Gefälle zwischen peripheren ländlichen Räumen und den Zentren der industriellen Entwicklung. Hinzu kommen besondere Strukturprobleme in den sogenannten altindustriellen Regionen, die auf die lokale und regionale Berufsstruktur und damit auch auf die Berufschancen der Ausbildungsabsolventen durchschlagen. Weiterhin lassen sich in Nordrhein-Westfalen auch deutliche Differenzen im Altersaufbau der Erwerbsbevölkerung der einzelnen Regionen feststellen. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass in Gebieten mit besonderen Strukturproblemen auch die Übergänge von der Berufsausbildung in das Erwerbsleben problematischer verlaufen als in Regionen, die solchen Friktionen nicht ausgesetzt sind. Ziel des vorliegenden Berichts ist es, regionale Differenzen des Arbeitsmarktgeschehens in Nordrhein-Westfalen ansatzweise aufzuzeigen und damit Hinweise zu geben, wo eine differenzierende regional ausgleichende Arbeitsmarktpolitik ansetzen könnte. Der Bericht gliedert sich in acht Teile. Auf die Einleitung folgt im zweiten Teil ein Rückblick auf einige zentrale Untersuchungen zur Frage regionaler Disparitäten des Arbeitsmarktgeschehens. Im dritten Teil folgen die Entwicklung der Dimensionen regionaler Beschäftigungslagen für Berufsanfänger und des Übergangs an der zweiten Schwelle und die Darstellung ihrer Umsetzung im Forschungsprojekt "Berufsausbildung und Beschäftigung". Es schliesst sich mit dem vierten der erste empirische Teil der Untersuchung an. In diesem vierten Teil wird die Fragestellung - der Übergang unter ungleichen regionalen Ausgangsbedingungen - von verschiedenen Seiten her beleuchtet. Im ersten Kapitel wird exemplarisch dargestellt, wie die Übergänge in einzelnen Regionen der Erhebungen verlaufen sind. Im zweiten Kapitel wird dann zunächst anhand einiger Berufe, ebenfalls exemplarisch, gezeigt, wie unterschiedlich die Übergänge in den einzelnen Regionen verlaufen sind. Über die regionalen Einzelfälle hinausgehend lautet die Fragestellung schliesslich, wie sich unterschiedliche regionalstrukturelle Ausgangsbedingungen in einzelnen Berufen und für betrieblich beziehungsweise ausserbetrieblich Ausgebildete allgemein auswirken. Im fünften Teil schliesst sich die Kontrolle objektiv gesetzter, zugewiesener persönlicher Merkmale und von Merkmalen an, die von den einzelnen beeinflussbar sind und sich bei der Erforschung des Übergangsgeschehens immer wieder als zentrale Bestimmungsfaktoren erwiesen haben. Nach der Kontrolle der Auswirkungen von Drittfaktoren auf den Zusammenhang zwischen Regionalstrukturen und der Realisierung der durch die berufliche Ausbildung vermittelten Chancen der Integration ins Erwerbsleben wird die empirische Untersuchung im sechsten Teil mit dem Versuch fortgeführt, einige Varianten multivariater Erklärungsmodelle des Übergangs unter regional disparitären Ausgangsbedingungen zu entwickeln. Die Ergebnisse dieser Analysen führen im siebten Teil zu einer abschliessenden Überprüfung des Beitrags, den die Grundannahmen zur Erklärung des Übergangsgeschehens liefern. Der Bericht schliesst mit einem Resümee der Ergebnisse und einem Ausblick auf Handlungserfordernisse an der Schwelle von der Berufsausbildung in die Beschäftigung. (IAB2)