Die Reproduktion sozialer Ungleichheit im Lebenslauf
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125525
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Abstract
"Mehrere Studien, so auch PISA, belegen eine scharfe soziale Selektion des deutschen Bildungssystems, insbesondere beim Übergang ins Gymnasium oder in die Universität. Hinischtlich der soziologischen Erklärung dieses Zusammenhangs werden vor allem Modelle rationaler Wahl oder konflikttheoretische Ansätze verwendet, wobei bisher ein empirischer Modellvergleich aussteht. Im Beitrag wird, ausgehend von Bourdieus Kapitaltheorie, auf der Grundlage einer "follow-up"-Studie, die den Zeitraum vom 16. bis zum 35. Lebensjahr abdeckt, der Einfluss kulturellen Kapitals auf ungleichheitsrelevante Positionierungseffekte im Lebenslauf untersucht. Im Ergebnis kann festgestellt werden, dass insbesondere die Lesekultur der Familie eine Wirkung auf den Schulabschluss, aber auch auf den gegenwärtigen Berufsstatus ausübt." (Autorenreferat)