Bildung und Qualifikation als Grundlage der technologischen Leistungsfähigkeit Deutschlands : Bericht des Konsortiums "Bildungsindikatoren und technologische Leistungsfähigkeit" (Februar 2013)
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Berlin
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Abstract
Die vorliegende Studie des Niedersächsischen Instituts für Wirtschaftsforschung (NIW) und des HIS-Instituts für Hochschulforschung (HIS-HF) beschäftigt sich in zeitlich und international vergleichender Perspektive mit Qualifikationen - insbesondere auf akademischem bzw. wissenschaftlichem Niveau, aber auch mit Qualifikationen, die in der beruflichen Bildung erworben werden - als Grundlage der technologischen Leistungsfähigkeit Deutschlands. Im Zentrum steht dabei die Analyse der Qualifikationsstrukturen der Bevölkerung sowie der entsprechenden wirtschaftlich und gesellschaftlich nachgefragten Qualifikationen. Im Berichtsjahr 2013 lag der Fokus auf der Bildungs- und Erwerbsbeteiligung von Frauen in den MINT-Fächern. Der Studie zufolge entwickelt sich die Erwerbstätigkeit von Hochqualifizierten in Deutschland deutlich weniger dynamisch als in wichtigen europäischen Vergleichsländern. Im Gegensatz zu den Referenzländern fällt das Wachstum der Hochqualifizierten unter den Erwerbstätigen in Deutschland jedoch höher aus als die Bildungsexpansion in der Bevölkerung insgesamt. In Bezug auf die berufliche Bildung kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass sich die Situation der Jugendlichen auf dem Ausbildungsmarkt in den letzten Jahren deutlich verbessert hat (rückläufige Beteiligung an Maßnahmen des Übergangssystems, sinkende Jugendarbeitslosigkeit). Allerdings zeigen sich auf dem Ausbildungsmarkt bereits Auswirkungen der demografischen Entwicklung in Form eines ersten Rückgangs der Zahl der Abgänger und Absolventen. Hinzu kommt eine weiter zunehmende Studierneigung, die daran deutlich wird, dass im Jahr 2011 estmals in der Geschichte der Bundesrepublik die Zahl der Studienanfänger (519.000) fast genauso hoch war wie die Zahl der Neuzugänge im dualen System der Berufsausbildung (524.000). Die sehr geringe Beteiligung von Frauen an den MINT-Fächern ist Ausgangspunkt für das diesjährige Schwerpunktkapitel. Deutliche geschlechtsspezifische Differenzen zuungunsten der MINT-Fächer zeigen sich in der Wahl des Ausbildungsberufs ebenso wie in der Studienfachwahl von Frauen. Während sich beispielsweise mehr als jeder zweite männliche Studienanfänger für ein MINT-Fach entscheidet, ist es bei den Frauen nicht einmal jede Vierte. (BIBB-Doku)