Instrumentality and Expressiveness at Work : Predictors of the Strain and Job Satisfaction of Men in Female-Dominates Occupations

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Abstract

"Men’s professional work roles require different attributes according to the gender-typicality of their occupation (female- versus male-dominated). We predicted that levels of men’s strain and job satisfaction would be predicted by levels of self-ascribed instrumental and expressive attributes. Therefore, we tested for positive effects of instrumentality for men in general, and instrumentality in interaction with expressiveness for men in female-dominated occupations in particular. Data were based on a survey of 213 men working in femaledominated occupations and 99 men working in male-dominated occupations.We found instrumentality to be negatively related to men’s strain and positively related to their job satisfaction. We also found expressiveness of men in female-dominated occupations to be related to reduced strain when instrumentality was low. This suggests it is important for men to be able to identify highly with either instrumentality or expressiveness when regulating role demands in female-dominated occupations." (authors abstract)
"In allen Berufen gibt es professionelle Rollenanforderungen, die Beschäftigte erfüllen sollten, um zu ihrer Tätigkeit zu passen. In geschlechtstypisierten Berufsfeldern sind diese Rollenanforderungen stark mit stereotypen Eigenschaften des numerisch dominanten Geschlechts verbunden: In frauendominierten Berufsfeldern wie der Pflege oder Erziehung werden andere Eigenschaften erwartet als in männerdominierten Berufsfeldern des technischen Bereichs. Wir gehen davon aus, dass die Selbstbeschreibungen mit instrumentellen (maskulinen) und expressiven (femininen) Eigenschaften im Zusammenhang mit der Beanspruchung (emotionale Irritation, depressive Verstimmung) und Arbeitszufriedenheit von Männern in frauen- und männerdominierten Berufen stehen. Instrumentalität kann als Ressource betrachtet werden, da stereotyp maskuline Eigenschaften wie Durchsetzungsvermögen oder Widerstandsfähigkeit förderlich für die allgemeine Beschäftigungsfähigkeit anzusehen sind. Für Männer in frauendominierten Berufsfeldern nehmen wir jedoch an, dass zusätzlich die Selbstbeschreibung mit expressiven Eigenschaften wie Fürsorglichkeit und Verständnis helfen kann, die Anforderungen der feminisierten Berufsrolle zu regulieren. Deshalb erwarten wir, dass die Interaktion aus instrumentellen und expressiven Eigenschaften für Männer in frauendominierten Berufen die Beanspruchung senken und die Arbeitszufriedenheit steigern kann. Diese Annahmen testeten wir an einer Stichprobe von N = 213 Männern aus frauendominierten und N = 90 Männern aus männerdominiertem Berufsfeld. Wie erwartet, zeigte sich, dass die Selbstbeschreibung mit instrumentellen Eigenschaften mit einer niedrigeren Beanspruchung und einer höheren Arbeitszufriedenheit der Männer zusammenhing - unabhängig von der Geschlechtstypisierung ihres Berufsfeldes. Für Männer in frauendominierten Berufsfeldern konnte zudem gezeigt werden, dass die Selbstbeschreibung mit expressiven Eigenschaften eine Bedeutung hatte. Erstanunlicherweise erwiesen sich jene Männer in frauendominierten Berufsfeldern als vermindert beansprucht, die sich weniger mit instrumentellen und mehr mit expressiven Eigenschaften beschrieben. Zusammengefasst deutet dies darauf hin, dass Männer in frauendominierten Berufsfeldern in der Lage sein sollten, sich entweder stark mit instrumentellen oder expressiven Eigenschaften zu identifizieren. Die Erkennntisse können hilfreich sein, um mehr Männer für frauendominierte Berufsfelder zu begeistern. Implikationen für die Personalauswahl und -entwicklung werden diskutiert." (Autorenreferat, BIBB-Doku)

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