30 Jahre Rehabilitationsvorbereitungslehrgänge und ihre Bedeutung in der Zukunft am Beispiel des Berufsförderungswerkes Hamburg
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Abstract
"lm Zeitraum der vergangenen 30 Jahre haben im Berufsförderungswerk Hamburg rund 12 000 Behinderte an Rehabilitationsvorbereitungslehrgängen (RVL) teilgenommen (etwa 75 Prozent aller Rehabilitandlnnen waren im Durchschnitt vor der Fachausbildung in einem RVL), hiervon etwa 90 Prozent erfolgreich - d. h. die Rehabilitandlnnen konnten mit der Ausbildung plangemäss beginnen. Bei rund 1000 Rehabilitandlnnen wurde das ursprüngliche Berufsziel am Ende des RVL geändert. Dies ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass weniger als 40 Prozent vor der Fachausbildung eine Massnahme der Berufsfindung/Arbeitserprobung durchlaufen hatten. In dieser Zeit haben rund 1400 Rehabilitanden den Hauptschulabschluss nachgeholt. Im Rahmen von Dokumentationen der letzten sechs Jahre wurde festgestellt, dass bei durchschnittlich 7 Prozent aller Teilnehmerlnnen an den RVL eine Lese-Rechtschreib-Schwäche vorliegt (Gesamtzahl: 50 pro Jahr). Diese konnte durch besondere Fördermassnahmen soweit behoben werden, dass die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umschulung gegeben waren. In den Jahrzehnten ihres Bestehens war die Wirksamkeit der RVL für eine erfolgreiche Rehabilitation allgemein unbestritten. Gerade die bereits in der Vorbereitungsphase erworbenen Handlungskompetenzen, wie Teamfähigkeit, Kommunikations- und Projektkompetenz sowie kompetenter Umgang mit der Behinderung haben die in der Ausbildung erworbenen fachlichen und beruflichen Kompetenzen ergänzt und verstärkt, so dass die Bewerbung um einen Arbeitsplatz und die Eingliederung in das Erwerbsleben mit grösserer Wahrscheinlichkeit erfolgreicher ist, als wenn dieses Training nicht erfolgt." (Autorenreferat, IAB-Doku)