Berufliche Bildung im gesellschaftlichen Transformationsprozess
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Abstract
"Der Berufspädagoge Dieter Hölterhoff leitet mit seinem Beitrag zur Aufarbeitung der beruflichen Bildung über. Im dreißigsten Jahr nach dem Umbruch in der DDR hinterfragt er die zwischenzeitliche Entwicklung der beruflichen Bildung im gesellschaftlichen Transformationsprozess kritisch, wobei er sich vorrangig auf das Land Brandenburg konzentriert. Auf der Basis seiner Untersuchungen und der eigenen Erfahrungen kennzeichnet er den vollzogenen Einschnitt als einen abrupten Systemwechsel für die ostdeutsche Berufsbildung. Für ihn weist der mit dem Transformationsprozess einhergehende Wandel für die berufliche Bildung eine Besonderheit auf, nämlich die vorgefundene und immer noch fortbestehende Divergenz der Systeme in beiden deutschen Staaten trotz der ursprünglich gemeinsamen Wurzeln der Berufsausbildung. Seine Analysen zeigen, dass Probleme durch fehlende Auseinanderansetzungen innerhalb der Berufs- und Wirtschaftspädagogik sowie durch mangelnde Diskussionen zur Didaktik der beruflichen Qualifikation verursacht wurden. Auf der Grundlage von Untersuchungen wird dargelegt, wie die im Titel dieser Tagung bezeichnete Problematik "Bildung zwischen Markt und Staat" zur Kernfrage führt: Welche Ziele, Geltungsbereiche, Gremienstrukturen und gegebenenfalls weitere herauszuarbeitende Aspekte waren aus heutiger Sicht zentral in der damaligen gesetzgeberischen Debatte des Umbruchs? Unbestritten ist das Recht der Wirtschaft gemäß Art. 74.1 Nr. 11 Grundgesetz, womit sich der Anspruch auf institutionelle Kooperation aller beteiligten Gruppierungen verbindlich ergibt. Der Autor beschreibt darüber hinaus Auswirkungen der Transformation in Ostdeutschland auf politische Haltungen von Jugendlichen und leitet Folgerungen für die berufliche und politische Bildung in der Berufsschule und im Betrieb ab. Abschließend bestimmt er wichtige Aufgabenfelder - wie er betont - nicht nur für die Berufsbildungsforschung." (Herausgeber ; BIBB-Doku)