Weiterbildung 2000 : Zukunftsanforderungen, Visionen, Konzepte : Fachkongress "Kompetenz, Dienstleistung, Personalentwicklung" (1998, Berlin)
item.page.bibb.id
84637
Loading...
Date
Authors
Journal Title
Journal ISSN
Volume Title
Publisher
item.page.bibb.publisherplace
Berlin
item.page.bibb.participation
item.page.bibb.citedinbibb
item.page.bibb.researchfocus
item.page.bibb.reviewof
item.page.bibb.citationdr
Abstract
Das Weiterbildungssystem in Deutschland weist erhebliche Defizite auf, die die Leistungsfähigkeit einschränken und zu Barrieren für die Teilnahme werden. Angesichts der Defizite (Chaos statt Vielfalt, Versorgungs- und Finanzierungsdefizite, Qualitätsmängel, mangelnde Professionalisierung des Personals, Institutionenegoismus statt Kooperation, fehlende Verzahnung von Erstausbildung und Weiterbildung) fordert die Verfasserin mehr öffentliche Verantwortung. Politik müsse Bedingungen dafür schaffen, dass lebenslanges Lernen für alle selbstverständlicher und kalkulierbarer Teil von Biographien wird. Der Ausbau der Weiterbildung zur vierten Säule des Bildungssystems dürfe nicht unter dem Blickwinkel einer verengten und kurzsichtigen Ökonomie betrachtet werden. Um das System einer "stärkeren, mittleren Systematisierung" zuzuführen, müsse der Staat Gestaltungsaufgaben übernehmen, die von Planungs- über Entwicklung- bis hin zu Beratungsaufgaben reichen. In einem Weiterbildungsrahmengesetz des Bundes sollten vor allem Zugang, Durchlässigkeit und Übergänge, Anforderungen an die Institutionen und das Personal, Zertifizierung, Lernzeitansprüche, Finanzierung, Statistik und Forschung geregelt werden. Die Gestaltung der Weiterbildung müsse eingebunden sein in das alte neue Projekt der Thematisierung der sozialen Frage und die Entwicklung einer solidarischen Gesellschaft. (BIBB2)