Die 26-Mrd.-Investition - Kosten und Strukturen betrieblicher Weiterbildung. Berichte zur Bildungspolitik 1990 des Instituts der deutschen Wirtschaft

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Deutscher Instituts-Verlag

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Köln

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Abstract

Anfang der siebziger Jahre legte die Sachverständigenkommission "Kosten und Finanzierung der ausserschulischen beruflichen Bildung" ("Edding-Kommission") erstmalig eine Repräsentativuntersuchung der Kosten der betrieblichen Aus- und Weiterbildung vor. Späteren Kostenaufstellungen fehlte eine verlässliche Datenbasis, so dass Unsicherheit über die tatsächliche Höhe der betrieblichen Bildungskosten bestand. Daher wurde das Institut der deutschen Wirtschaft, Köln, mit einer Untersuchung von "Kosten und Strukturen der betrieblichen Weiterbildung" beauftragt. Erste Ergebnisse der Untersuchung wurden im Oktober 1989 vorgestellt. Gegenüber dem Edding-Gutachten ergibt sich eine stetige und kräftige Aufwärtsentwicklung. Damals wurde ein Betrag von 2,1 Milliarden DM errechnet. Im Jahre 1987 investierten die Unternehmen der privaten Wirtschaft ca. 26,7 Milliarden DM in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. - Die staatlichen Ausgaben der Hochschulen (einschliesslich Uni-Kliniken) betrugen in demselben Jahr 24,7 Milliarden DM. Mit der von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, dem Bundesverband der Deutschen Industrie und dem Deutschen Industrie- und Handelstag beim Institut der deutschen Wirtschaft in Auftrag gegebenen Untersuchung sollten "auf einer repräsentativen Grundlage" aktuelle Daten über das Mengen- und Wertgerüst der betrieblichen Weiterbildung ermittelt werden." Die Stichprobe umfasste 2548 Unternehmen von 105 Kammern und Regionalverbänden, es beteiligten sich 1505 Unternehmen (Rücklauf: 59,1 %) an den Interviews. Unter betrieblicher Weiterbildung wurden "alle betrieblich veranlassten oder finanzierten Massnahmen verstanden, die dazu dienen, beruflich relevante Kompetenzen der Mitarbeiter oder des Unternehmens zu erhalten, anzupassen, zu erweitern oder zu verbessern"; dabei werden vier Weiterbildungsformen unterschieden: Lernen am Arbeitsplatz; Lehrveranstaltungen, Informationsveranstaltungen, Umschulung. Mit dem Kostenmodell der Untersuchung wurde eine betriebswirtschaftliche Vollkostenrechnung angestrebt. Es wird zwischen folgenden Kostenkomponenten unterschieden: Kosten des Weiterbildungspersonals, Kosten der Lehrveranstaltungen, Kosten der Informationsveranstaltungen, Kosten des Lernens am Arbeitsplatz, sonstigen Weiterbildungskosten. Die Ergebnisse beziehen sich auf das Spektrum der Bildungsaktivitäten, Weiterbildungsmotive, - organisation, -planung, -themen, Weiterbildungsvolumen (Mengengerüst, Einflussfaktoren, Teilnehmerstrukturen, Gestaltungsformen), Weiterbildungskosten. Abschliessend werden in thesenartiger Form die Konsequenzen für die betriebliche Bildungsarbeit und die Weiterbildungspolitik gezogen. (IAB2)

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