Berufsbildung in China : Rot und Experte
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Hamburg
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Abstract
Die Studie bietet eine umfassende Bestandsaufnahme und Analyse der Entwicklung beruflicher Bildung in China im Kontext politischer, wirtschaftlicher und sozialer Bedingungen. Erkenntnisleitende Fragestellung der Untersuchung ist, wie China als Land mit einer alten Hochkultur, das heute sozioökonomisch als Entwicklungsland anzusehen ist, sich europäische Technik - östliche wie westliche - aneignet. Die Arbeit ist historisch angelegt. In den ersten drei Kapiteln geht es um die historischen Grundlagen (philosophische Grundlagen, Gesellschaftsstruktur zur Zeit des Konfuzius, Beamtenstaat und Funktionen des Prüfungssystems im Kaiserreich), in den drei folgenden werden die Modernisierungsstrategien Chinas seit der Mitte des 19. Jahrhunderts behandelt (Modernisierung und technische Bildung 1840-1911, Berufliche Bildung in der Zeit der Republik 1911-1949, Berufliche Bildung in der Zeit der Volksrepublik 1949-1986/87). Im abschließenden Kapitel werden einige Charakteristika des Berufsbildungsbereiches herausgearbeitet, darunter der regional unterschiedliche Entwicklungsstand und die daraus resultierenden unterschiedlichen Strategien. Ein besonderer Schwerpunkt ist die informelle Lehrlingsausbildung, die auf die alten Handwerkstraditionen zurückgeht und parallel zu den institutionalisierten Ansätzen beruflicher Bildung fortbesteht. Gerade hier sieht der Verfasser ein noch weitgehend ungenutztes Potenzial für eine praxisnahe Form der modernen Berufsausbildung. (BIBB2)