Vertragliche Regelungen zur beruflichen Weiterbildung in Deutschland

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Berlin

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Der Bericht ist Teil eines Forschungsprojekts der Kommission der EG, der im Rahmen des Force-Programms "Weiterbildung in Europa" nach einem einheitlichen und deshalb nicht in allen Aspekten dem deutschen System gerecht werdenden Schema und Fragebogen entstand. Er gibt Auskunft darüber, wie in der Bundesrepublik heute die Sozialpartner zu Vereinbarungen über die betriebliche Weiterbildung der Arbeitnehmer gekommen sind. Im Rahmen der Weiterbildung besteht ein Netzwerk von Regelungen auf unterschiedlichen Ebenen. Planung, Durchführung und Weiterentwicklung der beruflichen Weiterbildung werden in Zusammenarbeit von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen sowie staatlichen Institutionen ausgeführt. Sozialpartner sind im Rahmen der Selbstverwaltung (BIBB, Bundesanstalt für Arbeit) und auf regionaler Ebene in die Industrie- und Handelskammern einbezogen und so an deren Entscheidungen beteiligt. Das deutsche System der Berufsausbildung gewährt den Auszubildenden bereits vor Eintritt ins Berufsleben eine Qualifikation, die in einigen europäischen Ländern der Weiterbildung zugerechnet wird. Der Staat greift neben der Bereitstellung eines gesetzlichen Rahmens nur subsidiär in die berufliche Weiterbildung ein, indem er finanzielle Unterstützung für finanzschwache Teilnehmer gewährt. Die Arbeitgeberverbände befürworten eine nach marktwirtschaftlichen Prinzipien organisierte Ordnung der beruflichen Weiterbildung, deren Finanzierung am jeweiligen Nutzen orientiert sein sollte. Die Gewerkschaften plädieren für eine wesentlich stärkere staatliche Verantwortung in der beruflichen Weiterbildung, indem ein Gesetzesrahmen auf Bundesebene bereitgestellt werden sollte. Im Haupteil des Berichtes werden die Ergebnisse der Befragung analysiert. Dabei wird auf AFG-geförderte Weiterbildungsmassnahmen und auf die Weiterbildung auf regionaler Ebene, in verschiedenen Wirtschaftszweigen sowie auf Unternehmensebene eingegangen. (BIBB) Der Bericht erhebt auch, wie die Experten der Tarifparteien sowie das Management in einer ausgewählten Anzahl von Betrieben diese Regelungen beurteilen und ob sie eine verstärkte vertragliche Regulierung für angezeigt halten. Dem Bericht ist auch ein Kapitel über das deutsche Bildungssystem und über die Rolle des Staates, insbesondere der selbstverwalteten Bundesanstalt für Arbeit, und dessen Aktivitäten im Rahmen des Arbeitsförderungsgesetzes sowie der Kammern beigefügt". Teil 1 beschreibt allgemeine Rahmenbedingungen (Bildungssystem; Organisation, Finanzierung beruflicher Weiterbildung und Teilnahme/Zugang; das System der Beziehungen zwischen den Sozialpartnern); Teil 2 geht auf die Vertragspolitik zur beruflichen Weiterbildung (auf nationaler Ebene - AFG- geförderte Weiterbildungsmassnahmen, auf regionaler Ebene, auf Branchenebene, auf Unternehmensebene) ein. Die aufgezeigten Strukturen beziehen sich ausschliesslich auf die Privatwirtschaft; der Bereich der öffentlichen Wirtschaft bleibt unberücksichtigt. (IAB2)

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